Freitag, 17. Juni 2016

Lynn Park the second "Mr. Cobra"




Text & Fotos © Carina Salwender/Salwender design


Während meiner Kalifornien-Rundreise 2010 lernte ich auf der "Hotrod"-Reunion in Bakersfield durch mehrere glückliche Begebenheiten Lynn Park kennen. Wir unterhielten uns nur kurz da er mit seinem Fahrzeug (hierzu später mehr) beschäftigt war.  Zum Abschied lud er uns zu sich nach Hause ein, sollten wir in den kommenden Tagen in der Nähe (Los Angeles) sein. Nachdem wir LA so oder so auf unserer Tour eingeplant hatten nahmen wir die Einladung an. Als wir ein paar Tage später bei Lynn aufschlugen wurden wir herzlich in Empfang genommen. Nach einem kurzen Plausch fragte er uns, ob wir seinen Fuhrpark in seiner Garage sehen möchten. Die Betonung liegt auf "Garage" – haha! Denn was uns nun erwartete war alles andere als eine für uns übliche Garage! Wir liefen hinter das Haus und Lynn öffnete die unscheinbare Eingangstür… Und was soll ich sagen, uns traf der Schlag im positiven Sinne!!







Da standen wir nun: Im WOHNZIMMER einer riesen Cobra-Sammlung!

Nachdem wir unsere Sprache wiedererlangt hatten, kamen wir mit Lynn so richtig ins Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt – natürlich überwiegend über seinen sehr guten Freund Carroll Shelby, Cobras und Lynns Leidenschaft. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich knapp ein halbes Jahr später das Cherry Pick Magazine ins Leben rufen werde.

Als ich 2011 die erste Ausgabe des Cherry Pick Magazines in Angriff nahm, war sofort klar, dass Lynn Park ein Teil davon sein musste! Nachdem wir in der Zwischenzeit Kontakt gehalten hatten, fragte ich Ihn, ob er Interesse daran hätte, woraufhin er sofort zusagte!

Für all diejenigen, die die nun ausverkaufte Ausgabe 1 nicht ergattern konnten, habe ich hier nun den Artikel mit Lynn zusammengestellt! Viel Spass damit!!




Lynn Park ist DER Mann, der neben Carroll Shelby, den Spitznamen „Mr. Cobra“ verdient hat.

1962, als Lynn noch Student war, brachte der Freund seiner Schwester eine Ausgabe des "Road & Track" Magazines mit nach Hause.

Auf dem Cover war eine gelbe Cobra abgedruckt.

Der Freund der Schwester war ein Sports Car-Fan, Lynn hingegen ein großer Ford-Fan.

Und hier war nun das Auto, welches beide glücklich machte.

Die Leidenschaft begann.
Schon die Woche darauf ging Lynn zu Shelby American, um alles über Cobras zu lernen.
Shelby American war eine sehr kleine, neue und gewöhnliche Firma, die in der Lage war, ihm alles zu zeigen und zu erklären.
Da Lynn sich zu diesem Zeitpunkt keine Cobra leisten konnte, kaufte er sich einen AC und baute seinen eigenen Ford Motor ein.
Während der folgenden Jahre freundete Lynn sich mit einigen Angestellten von Shelby an, da er dort ein- und ausging, um sich immer wieder neue Cobra Teile zu kaufen.
Als Lynn 1969 aus der Army austrat, suchte er nach einer Cobra, die er sich leisten konnte.
Er fand eine leicht abgewrackte 289, machte die Sache dingfest und kaufte sie.
Lynn dachte, wenn sich eine Cobra so gut anfühlt, dann müssen zwei noch besser sein. 
Kurz darauf kaufte er sich eine zweite zerlegte Cobra.
Als er sie wieder zusammengebaut hatte, hatte er zwei echte Cobras!
Das war die Zeit, in der bei Lynn das Cobrafieber entfacht wurde und nie wieder stoppte.
Heute besitzt er zehn Cobras.
Auf die Frage, wieviele er bis heute insgesamt besessen hat antwortet er:
„27. Oder 28. Nein 27. Denke ich.“
Lynn legt jedoch keinen Wert darauf, damit zu prahlen.
Doch warum gilt Lynns Leidenschaft ausgerechnet den Cobras? Er erklärt es folgendermaßen: Cobras bedeuten eine Menge Spass aus verschiedenen Gründen.
Cobras sind amerikanische Autos.
Cobras sind perfekt.




"If you drive an American car, people wave at you. 
If you drive Ferrari, Porsche, or most of the foreign cars, people give you the finger!"
Lynn Park


Sie sehen toll aus und haben einen ebenso tollen Sound!

Es macht viel Spass, dass Carroll Shelby ein großer Teil eines jeden Cobra Events ist. Es hilft mir ungemein, ständig solch einen Helden um mich zu haben!

Lynn begann mit seinem Ford-powered AC 1963 an Drag-Racings teilzunehmen und wechselte 1982 zu Road-Racings.

Fred Offenhauser kaufte Anfang der 60er-Jahre eine Shelby Cobra 289. Offenhauser lackierte die Cobra in Gelb um und fuhr sie bis 1975. Dann stellte er sie im Freien mit einer Autoplane abgedeckt ab.

Obwohl sich die Cobra in einem guten Zustand befand, wurde sie nicht mehr gefahren. Verkaufen wollte sie Offenhauser jedoch auch nicht.

Nachbarn, Autosammler und Cobra- Fans versuchten über Jahre hinweg sie abzukaufen – ohne Erfolg.

Interessenten wurden sogar teilweise von Freds Frau mit einer Schrotflinte vom Grundstück vertrieben.
Dann, eines Tages, vor 16 Jahren, war es soweit. Ein Freund von Lynn hörte von der Cobra und hatte das Glück diese kaufen zu dürfen.
Auf dem Rückweg stoppte Lynns Freund bei ihm, um ihm zu zeigen, was er gekauft hatte.
Er teilte Lynn mit, dass er aus der Cobra einen Rennwagen machen möchte. Lynn war strikt dagegen und meinte, dass er dies dem Auto nicht antun könne.
Also begannen sie gemeinsam nach einem Rennwagen für den Freund zu suchen und wurden fündig.
Lynn steckte viel Zeit in das Auto, bis sein Freund den gewünschten Rennwagen hatte.
Nachdem Lynns Freund kaum mehr Notiz von seiner Cobra nahm, betrachtete Lynn sich als den zweiten Besitzer der Cobra.
Sein erster Einfall war es, die Cobra wieder in einen showroom-fähigen Zustand zu bringen.
Nachdem er jedoch die Cobra ein paar Monate in Besitz hatte und damit „gespielt“ hatte, entschied er sich, die Cobra so zu lassen, wie sie war.
Lynn steht für die Philosophie, dass Autos da sind, um gefahren zu werden und wollte nicht das Aussehen der Cobra-Zeit verändern.





"The best cars you have are the ones that have never been apart. 
Good or bad, you know what it is."

Lynn Park





THANK YOU LYNN FOR BEING PART OF MY CHERRY PICK MAGAZINE!!!
CARINA

Text & Fotos © Carina Salwender/Salwender design


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